Warum wir den Mährhythmus angepasst haben

Seit vier Wochen hat es auf unserer Anlage keinen nennenswerten Regen gegeben. Die anhaltende Trockenheit stellt das Greenkeeping vor besondere Herausforderungen.

Die Böden und Gräser auf dem Platz befinden sich derzeit unter erheblichem Hitzestress. Um die Spielqualität langfristig zu erhalten und bleibende Schäden am Grün zu verhindern, hat unser Greenkeeping-Team beschlossen, den Mährhythmus vorübergehend zu reduzieren. Diesen Bericht kannst du dir auch als PDF herunterladen


Was bedeutet das – und warum ist das wichtig?

Gras braucht Blattmasse zum Überleben

Wie jede Pflanze betreibt Gras Photosynthese – es nutzt seine Blätter, um Energie zu gewinnen. Wird es zu oft oder zu kurz gemäht, fehlt diese Reservefläche in Stressphasen.

Hitze und Trockenheit schwächen die Wurzeln

Bei Wassermangel zieht sich die Pflanze auf ihre Wurzeln zurück. Frisch gemähtes Gras muss Energie in Wachstum investieren – Energie, die ihm gerade fehlt.

Jeder Schnitt ist Stress

Das Mähen verletzt die Grasnarbe und fordert Regenerationsleistung. In gesunden, feuchten Phasen ist das unproblematisch – in Trockenperioden kann es die Gräser dauerhaft schädigen.

Weniger mähen = mehr schützen

Eine längere Grasnarbe spendet sich selbst Schatten, reduziert die Bodenverdunstung und gibt den Wurzeln Zeit, sich zu erholen – bis der nächste Regen kommt.

Das Gras auf einem Golfplatz ist keine gewöhnliche Wiese – es wird unter hohem Anspruch gepflegt und reagiert empfindlich auf extreme Wetterbedingungen. Ein vorübergehend etwas längerer Schnitt ist die schonendste Maßnahme, um die Spielfläche dauerhaft in guter Qualität zu erhalten.

Hinweis: Waldbrand am Saurüsselkopf

Seit einigen Tagen brennt es am Saurüsselkopf – nur wenige Kilometer Luftlinie von unserer Anlage entfernt. Je nach Wind ist der Rauch auf dem Platz sichtbar und kann auch wahrgenommen werden. Der Platz ist derzeit bespielbar; wir beobachten die Lage jedoch kontinuierlich und behalten uns vor, den Betrieb bei einer deutlichen Verschlechterung der Luftqualität kurzfristig anzupassen.

Bitte beachten – besonders für empfindliche Personen

Rauch und Feinstaub aus Waldbränden können die Atemwege reizen. Wir empfehlen:

  • Personen mit Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen Atemwegserkrankungen sollten bei starker Rauchentwicklung auf eine Runde verzichten oder ihren Arzt konsultieren.
  • Starke körperliche Belastung im Freien bei sichtbarem Rauch möglichst reduzieren.
  • Bei Augen- oder Atemwegsreizungen das Clubhaus aufsuchen und für frische Luft sorgen.
  • Aktuelle Informationen zum Brandereignis sind über die Leitstelle Traunstein sowie lokale Medien verfügbar.

Wir halten Sie über unsere Homepage und Social-Media-Kanäle auf dem Laufenden, sollte sich die Situation verändern.


Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Verständnis und freuen uns, Sie weiterhin auf unserem Platz begrüßen zu dürfen.