Tau und Frost – warum wir morgens manchmal warten müssen

Im Herbst und Winter bestimmen zwei Dinge den Morgen auf unserem Platz: Tau und Frost. Beides sieht harmlos aus, kann dem Rasen aber erheblich schaden. Deshalb hier kurz, warum unsere Greenkeeper früh im Einsatz sind und warum der Platz bei Frost gesperrt wird.

Tau: Nasse Blätter fördern Krankheiten
In kühlen Nächten schlägt sich Luftfeuchtigkeit als feine Tropfen auf den Grashalmen nieder. Bleiben die Blätter viele Stunden ohne Unterbrechung nass, entstehen ideale Bedingungen für Pilzkrankheiten wie die Dollarfleckenkrankheit, die vor allem die Grüns schnell schädigt.

Deshalb muss der Tau früh am Morgen von den Flächen. Das geschieht durch frühes Mähen oder durch Abziehen mit Schläuchen, Seilen oder Netzen. Studien zeigen, dass diese Maßnahme den Krankheitsbefall deutlich senkt und damit auch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert. Wenn Sie morgens Maschinen oder Greenkeeper auf den Grüns sehen, geht es also um die Gesundheit des Platzes.

Frost: Warum wir den Platz sperren
Bei Frost oder Raureif sind die Grashalme gefroren und werden dadurch spröde. Wer darauf geht oder fährt, bricht die gefrorenen Pflanzenzellen. Der Schaden zeigt sich oft erst einige Tage später als braune Fußspuren, die sich im Herbst und Winter kaum noch erholen und bis ins Frühjahr sichtbar bleiben können. Besonders empfindlich sind die Grüns.

Bei Frost gilt daher:

  • Der Platz bzw. die Grüns bleiben gesperrt, bis der Frost vollständig aufgetaut ist.
  • Startzeiten können sich dadurch verschieben oder kurzfristig entfallen.
  • Auch unsere Greenkeeper arbeiten in dieser Zeit nicht auf den gefrorenen Flächen.
  • Den aktuellen Platzstatus finden Sie auf unserer Homepage und im Sekretariat.

Unsere Bitte

Eine kurze Wartezeit am Morgen schützt den Platz, den wir alle das ganze Jahr in bestem Zustand spielen möchten. Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.